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KLEINER PFERDE-BLOG

TRAGEERSCHÖPFUNG

Veröffentlicht am 26.05.2017

Vielleicht haben schon einige diesen Begriff gehört.

Ich finde, dass ist ein sehr wichtiges Thema, deshalb möchte ich hier kurz stichpunktartig erklären woran Ihr eine Trageerschöpfung erkennen könnt.

Symptome – sichtbar:
- Rücken hängt
- Rücken- und Kruppenmuskulatur fehlt
- Lendenwirbelsäule aufgewölbt
- übermäßige Muskulatur an Schultern & Hosen

Symptome – nicht direkt sichtbar: 
- verspannte Muskulatur
- Druckempfindlichkeit
- Brustkorb sinkt nach vorne unten
- Atemprobleme
- Bauchmuskulatur schwach
- Nervenreizung

Symptome – beim Reiten:
- Probleme beim Satteln
- wenig untertreten
- Biegung fällt schwer
- läuft auf der Vorhand
- legt sich auf die Hand
- schlecht zu sitzen
- unmotiviert
- stolpern
- Schweifschlagen
- Widersetzlichkeiten

Ursachen:
- Exterieurmangel
- unpassende Ausrüstung
- Muskelverspannung
- Falsches Training
- Überlastung
- Haltung
- Zähne/Hufe

Folgen:
- Blockierung des ISG
- Kissing Spines
- Sehnenprobleme
- Spat
- Arthrose
- Hufrollenentzündung

Therapie-Dauer:
- Abhängig vom Schweregrad = 3 Monate bis 1 Jahr 
Bei Bedarf könnt Ihr mich gerne ansprechen.

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Haferfütterung

Veröffentlicht am 10.04.2017

Hafer ist deutlich besser als vielleicht sein Ruf. 
Viele möchten auf Hafer verzichten, weil sie denken, dass die Pferde davon "unberechenbar" werden. So einfach ist es aber nicht.  Ich würde immer Hafer anstatt Müsli empfehlen. Beides bräuchte das Pferd meistens erst, wenn es wirklich Leistung erbringen muss (sprich tägl. Training über eine Stunde in mittlerer bis hoher Intensität). Ansonsten spricht man beim Pferd vom sogenannten Erhaltungsbedarf und dieser wird in den meisten Fällen über ausreichend gutes Heu, Weide, Stroh, Mineralfutter (bei Bedarf sowie den Defiziten entsprechend) und Salzleckstein abgedeckt. Ein zusätzliches Kraftfutter ist oft nicht nötig.

Zurück zum Hafer. 
Nun wird oft gefragt: Lieber ganze Körner oder gequetschter Hafer? Beides geht. Gequetschter Hafer hält sich nicht lange und bietet schnell Pilzsporen einen Nährboden. Daher sollte er am besten jeden Tag frisch gequetscht werden. Aber Ihr könnt auch bedenkenlos ganze Körner füttern.

Jetzt denken sicherlich einige "Bei meinem Pferd fallen so viele ganze Körner wieder hinten raus". 
Das kann mehrere Ursachen haben: 
- Zahnprobleme
- Probleme/Verspannungen an der Kaumuskulatur
- Hektik/Stress
- und Ähnliches
Es kann auch an einer falscher Futterreihenfolge liegen. Viele Pferde bekommen 2 oder 3x am Tag Futter, sowohl Heu als auch Kraftfutter. Meistens liegen zwischen den Rationen 5 Stunden und mehr. Die Pferde haben quasi "Heißhunger" und stürzen sich auf den Hafer. Ergebnis = Es wird nicht ordentlich gekaut. In solchen Fällen bietet es sich an, zuerst Heu zu füttern und mit etwas Zeitversatz dann den Hafer.

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Boxenruhe?!

Veröffentlicht am 29.03.2017

Wenn der Tierarzt strickte Boxenruhe verordnet, ist das Pferd schon stark angeschlagen. 
Leider verursacht die Boxenruhe weitere Probleme: 
Die Muskelmasse baut sich schnell ab, Gelenkflüssigkeit wird zähflüssig und versorgt damit den Knorpel nicht mehr ausreichend. Neben dem Bewegungsapparat leidet der gesamte Organismus mit.

In manchen Fällen kommt man nicht um die Boxenruhe drumherum. Aber hier kann der Besitzer ganz viel für sein Pferd und dessen Gesunderhaltung tun:
Neben einer angepassten Futterration kann er sein Pferd massieren, dehnen und die Gelenke „per Hand“ bewegen.

Darüber hinaus kann man auch über die Verwendung von Balance-Boards nachdenken. Das beschäftigt den Kopf und spricht die tiefen Muskelschichten an.

Wer hier weitere Tipps, Anleitungen oder Hilfe braucht – ich bin gerne für euch da.

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Zähne zeigen

Veröffentlicht am 13.03.2017

Die regelmäßige Zahnbehandlung ist wirklich wichtig. Deshalb lege ich euch allen ans Herz: Lasst eure Pferde mind. einmal im Jahr vom Pferde-Dentisten durchchecken. 
(Wer einen guten Fachmann sucht darf mich gerne anschreiben) 

Durch das Maul-Sperrgitter können die Kaumuskeln, das Kiefergelenk und auch das Zungenbein inkl. zugehöriger Muskulatur in „Mitleidenschaft“ gezogen werden. Wer glaubt, „das betrifft ja nur den Kopf“, liegt nicht ganz richtig. Verspannung die im Kopfbereich ihren Ursprung haben, können sich durchs ganze Pferd ziehen. Daher empfiehlt es sich einen Physiotherapeuten nach der Zahnbehandlung über das Pferd gucken zu lassen, um mögliche Probleme im Keim zu ersticken.

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NARBEN

Veröffentlicht am 16.12.2016

Für mich aktuell (leider) auch eine sehr persönliche Thematik. 

Narbengewebe ist ein minderwertiges, faserreiches Ersatzgewebe, welches die Funktionalität des ursprünglichen Gewebes nicht erfüllen kann. Mit der Narbenbildung kommt es oft zu Verklebungen in den tieferen Gewebeschichten (Faszien), was wiederum zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Nach Auffassung der TCM behindern Narben den Energiefluss und stören damit den gesamten Organismus
Daher spielt die sogenannte „Narbenentstörung“ in vielerlei Hinsicht eine wichtige Rolle.

Die Behandlung kann nach vollständiger Wundschließung beginnen. Ziel ist es, u.A. das entstandene Narbengewebe elastisch/geschmeidig zu halten sowie Verklebungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Eine schöne Möglichkeit zur begleitenden/unterstützenden Behandlung bietet das Taping.

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Das "widerwillige" Pferd

Veröffentlicht am 24.11.2016

Plötzlich läuft das Pferd die bekannte Lektion nicht mehr, springt ständig im Galopp um, geht gegen den Zügel, lässt sich nicht mehr stellen/biegen oder steigt an der Longe (oder sogar unterm Reiter), etc. Beispiele gibt es zur Genüge.

Für jeden "Opposition Reflex" des Pferdes, egal wie dieser aussieht, gibt es einen Grund. Pferde erklären uns mit ihrem Verhalten, dass etwas nicht passt. Es ist nur in den seltensten Fällen etwas "persönliches" (und auch daran könnte man arbeiten). Oft stecken ganz andere Probleme dahinter, z.B. könnte der Sattel drücken, die Gurtschnallen pieksen, das Gebiss ist unangenehm, vllt. in Kombination mit einer Zahnproblematik oder eine muskuläre Verspannung schmerzt unerträglich. Auch Psychische Aspekte sollten nicht außer Acht gelassen werden (kürzlicher Stallwechsel, Änderungen in der Herde, Umstellung von Wiese auf Winter-Paddock, zu lautes Umfeld in der Stallgasse, usw.)

Es ist wichtig, dass wir solchen Verhaltensäußerungen nachgehen und herausfinden, was unserem Pferd fehlt. Darüber hinaus sollten wir versuchen die "Problemquelle" zu beseitigen.

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Wie viel wiegt eigentlich mein Pferd?

Veröffentlicht am 07.10.2016

Manchmal ist es vorteilhaft das Gewicht seines Pferdes zu kennen. Beispielsweise für die richtige Mengenbestimmung bei der Wurmkur und anderer Medikamente oder um einfach den idealen Bedarf an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen zu ermitteln.

Aber was macht man, wenn gerade keine Pferdewaage am Stall ist? 
Ganz einfach! Wir haben die Möglichkeit unser Pferd zu messen und mit Hilfe einer speziellen Formel die Maße in Körpermasse (kg) umzurechnen.

Zur Gewichtsermittlung benötigen wir die Länge des Brustumfanges und der Körperlänge (Buggelenk bis Sitzbeinhöcker). Dazu nutzen wir ein Maßband, da es sich den Körperkonturen am besten anpasst. 
Die Genauigkeit der ermittelten Körpermasse (kg) liegt bei ± 5 %.

Wer nicht alleine messen möchte, spricht mich einfach beim nächsten Termin an und wir machen das gemeinsam. 

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